In großen Büro- und Lagerflächen stellt die Gewährleistung einer optimalen Raumtemperatur innerhalb der Grenzen des Energiebudgets und der Nachhaltigkeitsziele ein häufiges, aber störendes Problem für Facility-Manager dar. Die Abhängigkeit von Gasheizsystemen ist mittlerweile keine nachhaltige Option mehr, und viele glauben, dass der bloße Wechsel auf Strom sie zwangsläufig zu Leistungs- und Kosteneinbußen zwingt. Dies trifft jedoch nicht zu: Kommerzielle Wärmepumpensysteme sind in der Praxis bereits eine bewährte Lösung.
Warum kommerzielle Wärmepumpen in großen Gebäuden zunehmend an Bedeutung gewinnen
Die Wärmepumpentechnologie hat sich stark weiterentwickelt. Moderne, gewerbliche Anlagen bewältigen problemlos riesige Räume wie Lagerhallen mit den Maßen 50 m × 50 m und einer Höhe von 8 Metern sowie Logistikzentren und Produktionsstätten. Auch wirtschaftlich ist dies ein interessanter Fall.
Die Betriebskosten können um 20 bis 30 Prozent niedriger sein als bei Gas.
Zudem verringern sich die CO₂-Emissionen um Dutzende von Prozent.
Nehmen Sie ein 62.500 m² großes Lager in Polen: Das Erdgas wurde vollständig entfernt und durch eine Wärmepumpenlösung ersetzt, die Wärme und Kühlung aus der Luft erzeugt. Die Wärmepumpen verwenden das Kältemittel R32 und erreichen ein GWP (Global Warming Potential) um 65 Prozent niedriger als bei üblicherweise verwendeten Kältemitteln. Vorteile für Immobilienbetreiber: Senkung der Betriebskosten und echte Fortschritte auf dem Weg zur ökologischen Nachhaltigkeit.
Konstruktionsaspekte für Lageranwendungen
Eine gewerbliche Wärmepumpenanlage, die gezielt für den kommerziellen Einsatz geplant und konzipiert ist, erfordert jedoch eine fachgerechte Systemauslegung. Eines der größten Probleme in Lagern ist die thermische Schichtung, bei der sich warme Luft an der Decke sammelt, während am Boden weiterhin Kälte spürbar ist. Hochmoderne Systeme mit intelligenten Luftverteilungstechnologien wurden speziell entwickelt, um dieses Problem zu vermeiden.
Bestimmte Konstruktionen verfügen sogar über Entschichtungslüfter, um die eingeschlossene Wärme wieder auf Arbeitshöhe zu zirkulieren und so weniger Energie zu verbrauchen sowie ein besseres Temperaturumfeld für die Nutzer zu schaffen. Dies ist besonders nützlich bei Konstruktionen mit größerer Raumhöhe, da dadurch eine konstante Temperatur ohne hohe Kosten erreicht werden kann.
Bei jedem Projekt erzielen Sie den größten Nutzen, wenn Sie bereits von Anfang an die erforderliche Wärmemenge reduzieren – etwa durch Dämmung zur Verringerung von Wärmeverlusten über Wände und Böden sowie durch Abdichtung von Luftleckstellen, durch die Luft in das Gebäude hinein- oder herausströmt.
Hybrid-Systeme: Ein praktischer Schritt hin zur vollständigen Elektrifizierung
Nicht alle Gebäude können vollständig auf eine rein elektrische Heizung umgestellt werden. Ein Hybrid-System – eine Kombination aus Wärmepumpen und einem Brennwert-Gasheizkessel – kann ein guter Weg sein, um schrittweise umzusteigen. Die Wärmepumpe ist die primäre Wärmequelle und versorgt das Gebäude überwiegend mit Heizwärme; der Kessel unterstützt bei sehr hohem Wärmebedarf, beispielsweise bei kaltem Wetter, wenn die Außentemperatur auf etwa 4 °C und darunter sinkt.
Dieser Ansatz wurde erfolgreich im Stansfield Business Centre in Sunderland umgesetzt, das eine 32-kW-Luft-Wasser-Monoblock-Wärmepumpe sowie einen Brennwert-Gasheizkessel enthält, die beide über ein Gebäudeleitsystem gesteuert werden.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Ein Gebäude, das ohne Leistungseinbußen entkarbonisiert werden kann – und das sogar die Möglichkeit bietet, den Heizkessel langfristig vollständig zu entfernen, sobald das System weiter optimiert wird.
Praxisnahe Leistung und Rendite
Gewerbliche Wärmepumpen weisen nach Installationen eine zugelassene Leistung auf. Eine Installation in einem Lagerhaus in Oxford umfasst eine Luft-Luft-Wärmepumpe mit einer COP von 4,36 und bietet sowohl Heiz- als auch Kühlleistung (und lässt sich zudem mit Solarpanelen und Batteriespeichern kombinieren).
Ein belgisches Logistikzentrum mit einer Fläche von 120.000 m² nutzt statt seiner bestehenden Gasheizung eine zentrale R290-Wärmepumpenanlage. R290 (Propan) weist ein globales Erwärmungspotenzial von nur 3 auf (im Vergleich zu 675 bei R32) und reduziert so im Vergleich zur Gasheizung deutlich die klimatische Belastung sowie CO₂-Emissionen. Zudem besteht die Möglichkeit einer späteren Integration mit erneuerbarem Strom und Batteriespeichern.
Eine 715-kW-Wärmepumpenanlage wurde in einem 25.000-m²-Lager in Polen installiert, um die bisherige Gasheizung zu ersetzen, die jährlich schätzungsweise 186 Tonnen CO₂ emittierte. Die Anlage bietet den Vorteil, sowohl Heiz- als auch Kühlleistung aus einer einzigen Installation bereitzustellen; sie wird zentral gesteuert, und ihre Leistungsabgabe wird entsprechend dem jeweiligen Arbeitsbedarf angepasst.
Fazit
Gewerbliche Wärmepumpensysteme werden zunehmend zu einer praktikablen Option für Lagerhallen und andere Großgebäude. Bei der Bewertung von Installationsfreundlichkeit, Kosteneffizienz, niedrigeren Energiekosten und geringeren CO₂-Emissionen – insbesondere bei der Sanierung bestehender Anlagen – gibt es keine einfachere Alternative als dieses Art von Alternativsystem. Für alle, die einen Mittelweg suchen, kann vorerst eine hybride Lösung ausreichend sein; andere wiederum planen bereits vollständig elektrische Systeme für die Zukunft.
seit 2009 beschäftigt sich das Unternehmen mit Entscheidungen im Bereich erneuerbarer Energien; angeboten werden gewerbliche Pumpen, PVT-Solarpanels, Windturbinen und LiFePO₄-Akkus, die in ein einheitliches Energiesystem integriert werden können. Auf Qualitätsorientierung und Kundenfokus setzend, unterstützt DHC bei der Lösung von Aufgaben im Bereich des klimafreundlichen Gebäudebetriebs. Besuchen Sie uns – und entdecken Sie die gesamte Palette an gewerblichen Wärmepumpen für Ihre Entscheidung.